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Vergiftungen
Jeder Hundebesitzer hat Angst, dass sein Hund etwas frisst, das giftig ist. Die größte Angst gilt dabei dem Rattengift und giftigen Pflanzen. Ich selbst habe immer die Hundebesitzer beneidet, deren Hunde verächtlich an jedem Leckerbissen vorbeigehen..........ja, diese Hunde sind wirklich gut erzogen.
Bei meinen "drei" habe ich in dieser Beziehung, kläglich bei der Hundeerziehung versagt. Sie sind reine Fressmaschinen, nichts ist vor ihnen sicher. Ich lebe mit meinen Hunden in einem Dorf, direkt an den Feldern und wenn die Bauern die Felder abgeerntet und die Wiesen gemäht haben, dann ist der Tisch immer reich gedeckt. In all diesen Jahren habe ich gelernt, dass es meinen Hunden nicht geschadet hat, wenn sie tote Karpfen oder anderes Aas gefunden und verschlungen haben. Es war und ist immer dasselbe Spiel......Hund findet Aas und rennt damit weg, Frauchen schon mächtig hysterisch und blau angelaufen hinterher, Frauchen gibt auf, sie kann nicht mehr, und Hund lässt es sich schmecken.
Aas ist für Hunde in der Regel ungefährlich, zumindest habe ich noch von keinem Hundebesitzer gehört, dass es zu ernsten Problemen gekommen ist. Manchmal kann es vorkommen, dass ein Hund für sehr kurze Zeit Durchfall bekommt, wenn der Hund dabei ansonsten fit bleibt und seinen guten Appetit behält, besteht kein Grund zur Sorge. Sollte der Durchfall nach 1 bis 2 Tagen nicht abklingen, dann ist allerdings ein Tierarztbesuch angesagt.
Eine andere Unart bei Hunden ist das Fressen von Kot. Kein Hundebesitzer spricht gerne über dieses Thema, aber viele Hunde fressen Kot. Dass die Ursache dafür in einem Mineralmangel zu suchen ist, hat sich mittlerweile als falsch erwiesen. Es klingt zwar sehr eklig, aber manchen Hunden scheint Kot einfach zu schmecken. Gefährlich ist es für Hunde aber nicht, allerdings sollte auf eine regelmäßige Entwurmung geachtet werden und ein zu direkter Kontakt (Gesicht ablecken) sollte sowieso vermieden werden. Wenn die Möglichkeit besteht, sollte der Versuch unternommen werden, dem Hund diese Unart abzugewöhnen, indem er z.B. etwas angeboten bekommt was noch besser schmeckt.
Maja (meine älteste Hündin) hat angefangen Kot zu fressen, nachdem sie geworfen hatte. Dass eine Hündin den Kot ihrer Welpen frisst, ist normal, aber Maja hat die Angewohnheit leider bis heute beibehalten. Wobei sie nur den Kot von ihren Kinder (Sammy und Molly frisst), aber die zwei sind halt schon viele Jahre keine Welpen mehr.(Maja lebt leider nicht mehr, sie ist letztes Jahr im Sommer 2007 eingeschläfert worden. Sie wurde 16 Jahre alt.)
Allerdings gibt es Gefahren für unsere Hunde und die größte Gefahr ist Rattengift, ausgelegt in Fraßködern zur Nagetierbekämpfung. Was bewirkt Rattengift eigentlich und wie kann man die Symptome einer Rattengiftvergiftung erkennen?
Es gibt verschiedene Wirkstoffe die als Rattengift verwendet werden. Die Wirkung ist aber bei allen Produkten vergleichbar, sie hemmen nach oraler Aufnahme die natürliche Blutgerinnung bei ALLEN Säugetieren. Die natürliche Blutgerinnung ist lebenswichtig, da es im Körper ständig zu leichten Blutungen kommt, die sofort durch die Gerinnung des Blutes gestoppt werden. Besonders anfällig für Blutungen sind die Schleimhäute. Ein Tier, dass Rattengift gefressen hat stirbt demzufolge an inneren Blutungen. Es gibt Wirkstoffe, die von ihrer Zusammensetzung her, einem größeren Tier keinen ernsthaften Schaden zufügen, andere Wirkstoffe dagegen sind tödlich. Die ersten Anzeichen einer Rattenvergiftung sind kleinste Schleimhautblutungen, die an kleinen roten Flecken auf den Schleimhäuten zu erkennen sind, oder an besonders "dünnhäutigen" Stellen. So sehen Hautblutungen aus:
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Beim Hund wären das die Mundschleimhäute, Augeschleimhäute und die Ohren. Solche Symptome zeigen sich in der Regel erst nach einigen Stunden, wenn das Gift anfängt seine Wirkung zu zeigen.
Bei einem Verdacht muss der Hund umgehend dem Tierarzt vorgestellt werden, da es sich um einen akut lebensbedrohenden Zustand handelt. Der Tierarzt wird mit Vitamin K Infusionen und anderen Medikamenten versuchen das Rattengift zu neutralisieren bzw. die Blutgerinnungshemmung aufzuheben.
Grundsätzlich gilt: Bei jedem Verdacht auf eine Vergiftung, sofort den Tierarzt aufsuchen. Als Erste Hilfe Maßnahme können Sie ihrem Hund Wasser anbieten (bitte nicht gegen seinen Willen einflößen) und Kohletabletten verabreichen, Kohle bindet Giftstoffe. Überreste, auch Erbrochenes einpacken und mit zum Tierarzt nehmen. Versuchen Sie nicht ihren Hund mit irgendwelchen dubiosen Mitteln zum Erbrechen zu bringen, dass könnte u.U zusätzlich die Speiseröhre verätzen, je nachdem was der Hund gefressen hat. Bewahren Sie Ruhe und versuchen Sie ihren Hund zu beruhigen, Ihre Stimmung überträgt sich auf den Hund.
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Schokolade kann für Hunde tödlich sein
“Schokolade enthält Koffein und einen ähnlichen Stoff, das Theobromin. Beide Stoffe können zu schweren Herzproblemen führen. Die Symptome der Vergiftung hängen von der Menge und der Art der aufgenommenen Schokolade ab. Zartbitter- bzw. Blockschokolade ist besonders gefährlich. Kleine Hunde von wenigen Kilogramm Körpergewicht können schon nach der Aufnahme von 20 bis 30 Gramm sterben. Bei großen Hunden wie zum Beispiel Schäferhunden sind 120 bis 250 Gramm gefährlich. Milchschokolade führt in etwa zehnfacher Menge zum Tode. Bei Aufnahme einer geringeren Menge kommt es meist lediglich zu Magen-Darm-Problemen wie Durchfall und Erbrechen. Etwa drei Tafeln Vollmilchschokolade oder eine Tafel Zartbitterschokolade könnten einen 10 bis 15 kg schweren Hund töten. Die Hunde zeigen nach etwa vier bis zwölf Stunden nach der Aufnahme Erbrechen und Durchfall, im weiteren Verlauf Erregung, Zittern, Muskelkrämpfe, Lähmung der Hinderhand, Delirium und plötzlichen Tod durch Herzversagen. Hunde, die an Epilepsie leiden, können auf geringe Dosen von Theobromin mit Anfällen reagieren.” (Quelle: Deutsches grünes Kreuz)
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