Tipps

Sie haben bestimmt schon den einen oder anderen Tipp auf den Seiten
“Erziehung” und “Stress” gelesen. Hier finden Sie noch einige allgemeine Tipps,
wie Sie ihrem erwachsenen Hund Verhaltensweisen an- oder abgewöhnen können.

Angst:
Jeder Hund hat vor anderen Dingen Angst. Manche Hunde fürchten sich vor einer Fahrt im Auto, andere haben Angst, wenn die Müllabfuhr (sind sehr laute ungewohnte Geräusche) vor dem Haus steht und weigern sich dann das Haus zu verlassen usw.
Wenn der Hund diese Angst auslösenden Ereignisse mit positiven Ereignissen in Verbindung bringt, dann wird die Angst nachlassen, oder sogar verschwinden. Voraussetzung ist auch hier wieder KONSEQUENZ.
Ich erkläre die Vorgehensweise am Beispiel des Müllwagens.
Geben Sie ihrem Hund JEDES MAL wenn der Müllwagen vorfährt ein “Lekkerli”
und reden Sie beschwichtigend auf ihren Hund ein. Wenn Sie das einige Zeit gemacht haben, dann wird der Müllwagen zu einem Signalreiz, dem ein positives Ereignis folgt, dass “Lekkerli” ......und die Angst verschwindet.

Bellen:
Sie möchten, das ihr Hund aufhört zu bellen, wenn jemand an der Haustür vorbeigeht. Das ist bei einem erwachsenen Hund, der das nicht als Welpe gelernt hat, gar nicht so einfach.
Und wenn ihr Hund ein Wachhund ist, also ein Schäferhund oder eine
vergleichbare Rasse dann haben sie einiges an Arbeit vor sich.
‘Kaufen Sie 1000 kg (ist natürlich übertrieben) “Lekkerlis” und dann los.
Zuerst einmal, es ist völlig natürlich dass ihr Hund bellt, wenn jemand an der Tür vorbeigeht. Es ist ja sein Territorium und ein Fremder hat da nichts zu suchen. Sie brauchen für die nächste Zeit fast so gute Ohren wie ihr Hund.
Wenn Sie hören, dass sich eine Person ihrer Tür nähert, vielleicht merken sie es auch daran das sich ihr Hund auf den Weg zur Tür macht, dann folgen Sie ihm und reden beschwichtigend auf ihn ein, oder lenken Sie ihn ab, damit er erst gar nicht anfängt zu bellen.
War die Aktion erfolgreich, dann geben Sie ihm zur Belohnung ein “Lekkerli”.
Seien Sie wirklich sehr geduldig, es wird schon einige Zeit vergehen,
bis ihr Hund verstanden hat worum es geht und was von ihm verlangt wird.
Haben Sie es geschafft das er nicht mehr bellt wenn Sie unmittelbar neben ihm stehen, dann geht das ganze von Vorne los. Denn er soll das Gebelle ja auch unterlassen, wenn Sie nicht unmittelbar neben ihm stehen.
Entfernen Sie sich sich immer etwas weiter von ihm, bis Sie schließlich im Wohnzimmer sitzen können, ohne das ihr Hund anfängt zu bellen. Wie schon erwähnt, das kann dauern. Hat ihr Hund aufgehört zu bellen, wenn jemand an der Haustür vorbeigeht, dann belohnen Sie ihn bitte nur noch ab und zu.
Denn Sie sind ja nicht immer zu Hause und ihr Hund soll das mühsam gelernte Verhalten auch beibehalten.

Auf bestimmte Verhaltensweisen, wie übermäßig aggressives Verhalten bin ich absichtlich nicht eingegangen, da es sich hier um ein sehr brisantes Thema handelt und mit ein paar allgemeinen Ratschlägen nicht abgehandelt werden kann. Hier sollte ein Hundetherapeut vor Ort aktiv werden.
Informieren Sie sich bei ihrem Tierarzt. Er kann Ihnen da weiterhelfen. Suchen Sie sich nicht einfach einen Tiertherapeuten aus den gelben Seiten oder dem Internet. Nicht jeder der sich Hundetherapeut nennt,
ist auch einer. Wie überall gibt es auch in dieser Branche schwarze Schafe die es nur auf ihr Geld abgesehen haben. Also seien Sie vorsichtig.
Die erste Adresse sollte immer ihr Tierarzt sein.

Nach oben